Halloween bringt dem Kärntner Handel kurzfristige Impulse – Herausforderungen bleiben

.

Rund sechs Millionen Euro werden heuer in Kärnten für Halloween ausgegeben. Wer für das Gruselfest einkauft, gibt dafür im Schnitt 50 Euro aus. Angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Lage fordert die Sparte Handel einen konsequenten Bürokratieabbau. Wenn am 31. Oktober wieder kleine Hexen, Vampire und Gespenster durch die Straßen ziehen, sorgt das nicht nur für gruselige Stimmung, sondern auch für zusätzliche Umsätze im Kärntner Handel. Laut einer aktuellen Erhebung der KMU Forschung Austria werden auch dieses Jahr rund sechs Millionen Euro für Halloween ausgegeben. Pro Person, die entsprechende Einkäufe plant, sind das durchschnittlich 50 Euro. Damit liegen die erwarteten Gesamtausgaben auf dem Niveau des Vorjahres, während die durchschnittlichen Ausgaben pro Käufer von 45 auf 50 Euro steigen.

Für Raimund Haberl, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Kärnten, sind diese Zahlen ein Zeichen dafür, dass sich Halloween als Kaufanlass etabliert hat. Gleichzeitig warnt er davor, dessen wirtschaftliche Bedeutung zu überschätzen: „Halloween bringt zusätzliche Kundenfrequenz und sorgt in einzelnen Branchen für kurzfristige Umsätze. Das ist für unsere Betriebe erfreulich, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die wirtschaftliche Situation im Handel weiterhin angespannt ist. Einzelne saisonale Kaufanlässe können die strukturellen Herausforderungen nicht ausgleichen.“

Süßigkeiten und Dekoration besonders gefragt

70 Prozent der Kärntnerinnen und Kärntner wollen heuer gleich viel für Halloween ausgeben wie im Vorjahr. 17 Prozent planen höhere und 13 Prozent geringere Ausgaben. Am beliebtesten sind Süßigkeiten (83 Prozent), gefolgt von Dekorationsartikeln (40 Prozent) sowie Zierkürbissen und Kostümen (jeweils 38 Prozent). Der stationäre Handel bleibt dabei die wichtigste Anlaufstelle: 89 Prozent der Käuferinnen und Käufer wollen ihre Halloween-Artikel vor Ort besorgen. „Gerade bei saisonalen Anlässen zeigt sich, wie wichtig der Einkauf im Geschäft ist. Diese Stärke gilt es langfristig zu erhalten“, betont Haberl.

Besonders die jüngere Generation begeistert sich für Halloween: 62 Prozent der 15- bis 29-Jährigen wollen das Fest sicher oder wahrscheinlich feiern. Auch bei Familien ist der Brauch beliebt: In 42 Prozent der Haushalte mit Kindern bis 16 Jahren ziehen diese zu Halloween verkleidet von Tür zu Tür.

Bürokratieabbau bleibt zentrale Forderung

Trotz der zusätzlichen Nachfrage rund um Halloween bleibt die wirtschaftliche Lage im Handel herausfordernd. Steigende Kosten, hoher Wettbewerbsdruck und umfangreiche bürokratische Verpflichtungen belasten die Betriebe. „Unsere Händlerinnen und Händler brauchen Planungssicherheit und wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen. Ein konsequenter Bürokratieabbau mit weniger Dokumentations- und Meldepflichten sowie einfacheren Verfahren würde die Unternehmen spürbar entlasten“, fordert Haberl. Halloween bleibt somit ein willkommener, wenn auch kurzfristiger Umsatzimpuls. „Jeder zusätzliche Einkauf zählt. Langfristig entscheidend ist jedoch, dass unsere Betriebe wieder mehr Spielraum für ihr eigentliches Geschäft bekommen. Hier ist die Politik gefordert, für spürbare Entlastungen zu sorgen“, so Haberl abschließend.

alle Angaben ohne Gewähr
Quelle: Wirschaftkammer Kärnten
Foto: KT1 Privatfernsehen (KI-generiert)



Werbung




Das könnte Sie auch interessieren

Kärnten.aktuell Nr. 24

Das neue Infomagazin von KT1.

Sommerfest bei Fliesen Leeb und Fliesen Hadzic

Zahlreiche Gäste folgten auch heuer wieder der Einladung von Fliesen Leeb und Fliesen Hadzic in Klagenfurt, um das alljährliche Sommerfest gemeinsam zu feiern.

Schule trifft Bauernhof

Anlässlich des Welternährungstages besuchten zahlreiche Bäuerinnen und Bauern Schulen, um den Kindern das Thema „bewusste Ernährung“ näher zubringen.