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Bologna Teil 2

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Bologna Teil 2

Wer schon einmal in Bologna war, für den werden nicht nur die Arkaden unvergesslich und typisch bleiben, sondern auch die Geschlechtertürme.



Ein hermeneutisches Erlebnis ist darum sicher der Besuch des Torre Prendiparte, eines noch immer bewohnten Geschlechterturms, wie er für die mittelalterlichen Kommunen Italiens üblich war. Man steigt durch die einzelnen Stockwerke auf, die zeitweiße als Gefängnis dienten, bis zur obersten Etage im 16. Stock von wo sich ein herrlicher Ausblick auf die Altstadt bietet. Heute ist es ein Hotel und bietet Touristen ein unvergessliches Erlebnis.


Ganz harmonisch jedoch ist die Atmosphäre in der Kirche San Stefano, die sich aus mehreren Kirchen und Klosterbauten zusammensetzt und dadurch tiefe Einblicke in die reiche Vielfalt mittelalterlicher Religiosität vermittelt. Santa Stefano beeindruckt mit dem Spiel der Farben bei den Ziegeln und ist sicher auch einer der Höhepunkte dieser Reise. Vermutlich wollte man durch die verschiedenen Farben die Gegensätze darstellen. Tag und Nacht, Leben und Tod. Auch die Zahl 8 findet sich immer wieder – sie ist die Zahl der Auferstehung. Die den Grab Jesus nachempfundene Grabstätte ist zu Ostern für alle offen. Das Becken im Garten ist aus dem 8 Jahrhundert – dies ist dank der Inschrift erkennbar.

Die Bettelordenskirche San Francesco scheint mehr dem Wohlstand des mittelalterlichen Bolognas als der franziskanischen Armut verplfichtet zu sein. Die Kirche wurde traditionell errichtet und von der nordischen Gothik beeinflusst. Auch der Friedhof öffnete sich in Richtung der Stadt.


Das Oratorio di Santa Cecilia ist sicherlich auch einer der zahlreichen Höhepunkte dieser Reise. Die Fresken zeigen die Vertreibung der Hlg. Cecilia. Man sieht die klassische Harmonie und die typische Figurenanordnung. Sie ist auch die Schutzpatronin der Musik. Diese Kapelle wird auch die „sixtinische Kapelle von Bologna“ genannt und steht erst seit kurzen der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung.

Die Kirche San Giacomo der Grablege der Bentivoglio, die die Kirche mit bedeutenden Renaissance Werken ausstatten ließ, darf natürlich nicht vergessen werden. Der weltliche Klerus war dem Bettlerorden nicht positiv gestimmt. Fast 70 Jahre wurde an dieser Kirche gebaut. Man fing untypischer Weiße bei der Fassade an, da man damals nicht gleich das ganze Land kaufen konnte. Als die neuen Stadtmauern kamen entstand schließlich das Kirchenschiff.
Man sieht, Bologna hat einiges zu bieten.

Redaktion: Miriam Techet
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