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Bologna Teil 1

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Bologna Teil 1

Bologna, la grassa, la rossa oder auch la dotta...



.... also die Fette wegen ihres Essens, die Rote, wegen ihrer roten Ziegel oder eben die Gelehrte, wegen der berühmten Universitäten… In dieser Stadt gibt es viel zu sehen, auch wenn sie zu unrecht meist nur als Durchfahrtsweg bekannt ist.



Beginnen wir also bei la grassa und begeben uns in ein Laboratorio di Tortellini. Tortellini steht für „Kleiner Kuchen“ und wenn man einmal originale gegessen hat, so wird man anspruchsvoll. Das Teigrezept sei kurz verraten: Auf 100g Mehl kommt ein Ei – das war es. Legenden besagen, dass die Tortellini dem Bauchnabel von Venus, der Göttin der Liebe in der römischen Mythologie nachempfunden ist. Venus, so die Legenden, kam zu einem Wirtshaus in Bologna. Ob sie sich dort mit Jupiter treffen wollte, oder ob der Wirt ihr zu Ehren ein Fest veranstaltete, ist unklar. Der Koch aber soll jener Legende zufolge durch das Schlüsselloch ihres Zimmers einen Blick auf ihren Bauchnabel erhascht haben und, beeindruckt von dessen Schönheit, ihm zu Ehren die Tortellini kreiert haben.
In Bolgona braucht man keinen Regenschirm – so heißt es. Nicht weil immer nur die Sonne scheint, sondern weil es die typischen Arkaden gibt. So kommt man trocken von einem Punkt zum nächsten.

Durch diese Arkaden führt auch uns der Weg um plötzlich vor dem Palazzo Malvezzi di Medici zu stehen. Im alten Ballsaal werden immer noch Ratsitzungen abgehalten. Bei den Fresken an der Decke sieht man die berühmte „Scheinarchitektur“ die in Bologna sehr beliebt ist. Die starken Farben bei den Bildern an den Wänden erklären sich durch die Tapete auf die sie gemalt wurden. Im Rosa Saal findet man Familienwappen an der Decke, in einen anderen wurden anzügliche Geschichten erzählt…

Das Teatro Anatomico ist der Sitz eines anatomischen Lehrsaals, der gleichsam ein Symbol für den schwierigen Werdegang der Medizin im frühneuzeitlichen Europa darstellt.  Der Sezierraum ist beeindruckend. In diesem alten Sitz der Universität kann man auch über 6000 Wappen finden. Daran konnte man sehen, wer hier studiert hatte…

Die Kirche San Domenicodie das Grab des Heiligen Domenicus beherbergt ist der nächste Punkt. Ca 50 Mönche leben hier heute noch. Dies ist eine extrem langgestreckte Kirche und hinter der Fassade stecken noch die alten Mauern. Der heilige Domenicus kam 1219 her und starb zwei Jahre später. Erwähnenswert ist auch die Rückseite des Sarges.
Diesem Raum besuchte auch Karl der V. der nicht glauben konnte, dass es sich bei diesen Intarsien um Holz handelte – dies prüfte er mit seinem Schwert…

Auf der Piazza Maggiore, findet man die Kirche San Petrino,  die einst Schauplatz der Krönung von Kaiser Karl V. war. 1390 wurde mit dem Bau begonnen, aber erst viel Später wurde sie eingeweiht. Diese Kirche sollte größer werden als der Petersdom – doch am Ende wurde das Geld knapp und so wurde sie nie fertig gestellt. Die falschen Himmelsrichtungen verwundern da nicht mehr, denn man wollte protzig den Eingang zum Hauptplatz zeigend haben.


Hier trifft man auch auf den Neptunbrunnen Die Statue Neptuns steht in der Mitte des Brunnens, umgeben von Sirenen und Delphinen. Er wird von den Bolognesern einfach nur "der Riese" genannt. Der Brunnen wurde zwischen 1563 und 1566 von Giovanni di Bologna, geschaffen. Der Sockel mit den Delphinen und Sirenen wurde von Tommaso Laureti entworfen. Die Handbewegung des Neptun sollte das Volk beruhigen, die Wasserversorgung war quasi das Zuckerbrot für das Volk – im Gegensatz zur Peitsche. Vom Gefängnis aus, in dem er 23 Jahre bis zu seinen Tod verbrachte schrieb Re Enzo nicht nur Gedichte, sondern konnte auch den Brunnen sehen, der vom Legaten des Papstes in Auftrag gegeben worden war. Damals kam das Wasser noch von Bagni di Mario, eine ca 1 km lange Wasserleitung, die im 16 Jhdt. gebaut und von Papst Pius IV bezahlt wurde.

Redaktion: Miriam Techet
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